Geld oder Leben
Farbe
Uraufführung am 02.09.1966 bundesweit
Produktion    Columbia-Bavaria/Orsay-Balzac-Societé d'Expandion du Spectacle/Vides, Paris
Regie            Jean-Pierre Mocky
Drehbuch      Jean-Pierre Mocky & J.P. Marzelle & Alain Moury
Musik           Bernhard Kesslair
Darsteller      Fernandel (Hauptkassierer Migue)
                     Heinz Rühmann (Oberbuchhalter Schmidt)
                     Jean Poiret (Direktor Pelepan)
                     Michel Galabru (Notar)
                     Darry Cowl (Marquy)
                     Jacques Legras
                     Gabriello
Heinz Rühmann als pedantischer Buchhalter Schmidt, der die Unterschlagung von einer Million Francs durch seinen Geschäftsführer verhindert.
Direktor Pelepan braucht dringend eine Million. Weil er sie nicht hat, hält er sich ans Firmenkonto. Hauptkassierer Migue und Oberbuchhalter Schmidt müssen persönlich das Geld für ihn abholen. Da die beiden als Kassenboten wenig Erfahrung haben, geraten sie in aufregende Abenteuer, als sie mit besagter Million in den Manteltaschen ihrem Chef von Toulouse aus nach Paris nachreisen. Heinz Rühmann und Fernandel glänzen als umwerfendes Komiker-Gespann in diesem turbulenten Lustspiel aus dem Jahre 1965.
Direktor Pelepan (Jean Poiret), Geschäftsführer der Baufirma Bertin & Co. in Toulouse, erhält einen dringenden Telefonanruf aus Paris. Die Gebrüder Kahlbauer, die ein von ihm erfundenes Haarwuchsmittel auf den Markt bringen wollen, brauchen schleunigst eine Million, wenn das Projekt nicht platzen soll. Um zu retten, was zu retten ist, entschließt sich Pelepan, das Geld kurzfristig von der Firma "auszuleihen". Da der Kassenbote verhindert ist, schickt Monsieur Direktor Oberbuchhalter Schmidt (Heinz Rühmann) und Hauptkassierer Migue (Fernandel) mit einem Scheck zur Bank. Was er sich damit einbrockt, ahnt Pelepan nicht. Zunächst einmal vergessen die beiden, den Geldkoffer mitzunehmen. So müssen sie zusehen, wie sie auf der Bank die vielen Scheine in ihre Manteltaschen und in Zeitungspapier verstauen können. Ein Wolkenbruch beschwört neue Probleme herauf; als Schmidt und Migue endlich in die Firma zurückkommen, ist dort schon alles dicht. Pelepan hat ihnen lediglich die Nachricht hinterlassen, er müsse mit dem Abendzug nach Paris und erwarte sie mit dem Geld auf dem Bahnsteig. Natürlich verfehlt man sich dort. Während Schmidt und Migue von Abteil zu Abteil irren, setzt sich der Zug in Bewegung. Die Odyssee der drei Männer und der Million nimmt ihren Lauf, und von Station zu Station wird sie abenteuerlicher...
Regisseur Jean-Pierre Mocky konnte sich in dieser unterhaltsamen Geschichte ganz auf die populären Starkomiker Heinz Rühmann und Fernandel verlassen, die eine Fülle von Gags amüsant servieren.

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Quellennachweis:
Gregor Ball - Heinz Rühmann: Seine Filme - Sein Leben - Heyne - ISBN 3-453-86024-1
 
© 2001 Michael Knoke
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