Das schwarze Schaf
sw
Uraufführung am 19.12.1960 in mehreren Städten bundesweit
Produktion    Bavaria
Regie            Helmuth Ashley
Drehbuch      István Békeffy
Musik           Martin Böttcher
Darsteller      Heinz Rühmann (Pater Brown)
                     Karl Schönböck (Theaterdirektor Scarletti)
                     Maria Sebaldt (Gloria Scarletti)
                     Siegfried Lowitz (Flambeau)
                     Lina Carstens (Frau Smith)
                     Fritz Rasp (Lord Kingsley)
                     Herbert Tiede
                     Friedrich Domin
                     Hans Leibelt
Heinz Rühmann als detektivisch erfolgreicher Pater Brown.
Pater Brown ist eine Seele von Mensch und der Kirche treu ergeben. In den Augen seines Bischofs hat er nur einen unverzeihlichen Fehler: Er betätigt sich leidenschaftlich gern als Amateur-Detektiv. Allzu erfolgreich für einen geistlichen Herrn, findet sein hoher Vorgesetzter, und versetzt Pater Brown in eine Gemeinde, in der sein kriminalistischer Tatendrang nach menschlichem Ermessen kaum ein Betätigungsfeld finden dürfte. Doch gerade ist der Pater dort angekommen, passiert schon ein mysteriöser Mord. Ein Wink des Himmels für den pfiffigen Seelenhirten, sein Licht als geistlicher Sherlock Holmes nicht unter den Scheffel zu stellen. Heinz Rühmann spielt die Rolle des liebenswerten Pater Brown in diesem deutschen Film, der frei nach den erfolgreichen Pater Brown-Kriminalgeschichten von Gilbert K. Chesterton entstand.
Pater Brown (Heinz Rühmann), Seelenhirte einer kleinen irischen Gemeinde, hat eine Leidenschaft für Kriminalromane. Das würde seine Vorgesetzten und die Herren von der Polizei nicht weiter stören, nähme der Pater nicht jede Gelegenheit wahr, sein Steckenpferd auch in der Praxis zu reiten. Solch eine Gelegenheit bietet sich, als ein Mann ausgerechnet während des Gottesdienstes vor der Kirche der kleinen Gemeinde umgebracht wird. Für Inspektor Graven (Herbert Tiede) gibt es keinen Zweifel daran, dass der Schmied Barnes (Gernot Duda) der Täter ist. Pater Brown denkt anders darüber, und tatsächlich gelingt es ihm, den wirklichen "Hammermörder" ausfindig zu machen. So kommt er auf die Titelseiten der Zeitungen, was der Herr Bischof (Friedrich Domin) gar nicht gern sieht. Prompt versetzt er das schwarze Schaf in eine Gemeinde, wo der Pater nach seiner Ansicht keinen Schaden anrichten kann. Das letzte Verbrechen geschah dort vor acht Monaten und war ein simpler Fahrraddiebstahl. Kaum hat Pater Brown jedoch seine ersten Antrittsbesuche gemacht, da geschieht in dem sonst so friedlichen Ort ein heimtückischer Mord. Während der Fernseh-Übertragung eines Fußball-Länderspiels wird der Bankier Conelly (Hans Leibelt) mitten in einem Lokal umgebracht. Die Polizei steht vor einem Rätsel, gibt es doch scheinbar überhaupt kein Motiv für das Verbrechen. Obwohl Pater Brown keine Lust hat, schon wieder strafversetzt zu werden, beginnt es, in seinem Kopf bald heftig zu arbeiten. Irgendwie vermutet er einen Zusammenhang zwischen dem mysteriösen Mord und den Machenschaften jenes Unbekannten, der dem ebenso geizigen wie kauzigen Lord Kingsley (Fritz Rasp) wertlose Aktien für ein Butterbrot abgeluchst hat. Vorerst allerdings hält Pater Brown sich zurück, bis dann jene aufregenden Dinge geschehen, die es ihm geradezu unmöglich machen, seinen kriminalistischen Tatendrang zu zügeln...
Heinz Rühmann erhielt für die Rolle des Pater Browns den Bundesfilmpreis 1961 als bester Darsteller.

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Quellennachweis:
http://www.chez.com/johannes/Ruehmann/index.htm
Gregor Ball - Heinz Rühmann: Seine Filme - Sein Leben - Heyne - ISBN 3-453-86024-1
 
© 2001 Michael Knoke
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