Der Engel mit dem Saitenspiel
nach dem Bühnenstück von Alois Lippl
sw
Uraufführung am 19.12.1944 im U.T., Sternlichtspiele und im Marmorhaus, Berlin
Produktion    Terra
Regie            Heinz Rühmann
Drehbuch      Curt J. Braun & Helmut Weiß
Musik           Werner Bochmann
Darsteller      Hertha Feiler (Susanne Henrici)
                    Hans Söhnker (Achim Strengholt)
                    Hans Nielsen
                    Susanne von Almassy
                    Otto Graf
                    Lina Carstens
                    Erich Ponto
                    Walter Werner
Silvesterabend in einem bayrischen Nobelhotel. Ein Klavierfabrikant streitet sich mit seiner Verlobten, einer Opernsängerin. Enttäuscht verlässt er das Hotel und steigt auf eine Alm, um allein zu sein. Beim Aufsteigen findet er bei einem Holzschnitzer einen wunderschönen gothischen Engel mit einem Saitenspiel, und er überredet den Schnitzer, ihm diesen Engel zu überlassen.
Auf der Hütte angekommen findet er dort eine Frau vor, die sich eben dorthin zurückgezogen hatte. Es kommt zum Streit, aber schließlich verlieben sich die beiden ineinander und gehen engumschlungen ins neue Jahr. Der Engel wird das Geschenk an die schöne Unbekannte, und man will nur noch schnell die Koffer aus dem Hotel holen, um vom Bahnhof aus ein neues gemeinsames Leben zu beginnen.
Leider spielt das Schicksal nicht mit, und da beide auf je einem anderen Bahnhof warten, verpassen Sie sich. Der Klavierfabrikant sucht vergeblich nach der schönen Unbekannten, die ihm nicht einmal den Namen hinterlassen hat. Schließlich verlobt er sich doch mit seiner alten Freundin, der Opernsängerin.
Fräulein Henrici, Restaurateurin, führt wieder ihre alte Arbeit in einem Antiquitätengeschäft fort. Aber sie ist schwanger, und schließlich verkauft sie den Engel an eben die Opernsängerin, die die neue Wohnung dekorieren will. Es kommt zum lange ersehnten Zusammentreffen - ja, die Verlobung wird gebrochen und es kommt sogar zur Heirat. Nur - unmittelbar danach wird die Scheidung eingereicht. Der Engel kehrt wieder an seinen alten Platz beim Schnitzer zurück - er hat doch nur Unglück gebracht. Oder - denn wieder treffen sich die zwei auf der selben Almhütte wo alles begann...
Ein ernster Film, mit großem Können in der Regie und von Hertha Feiler wunderbar gespielt. Vielleicht zu ernst für die damalige Zeit und in seiner Thematik zu weit entrückt vom damaligen Tagesgeschehen.
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Quellennachweis:
http://www.chez.com/johannes/Ruehmann/index.htm
Gregor Ball - Heinz Rühmann: Seine Filme - Sein Leben - Heyne - ISBN 3-453-86024-1
 
© 2001 Michael Knoke
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